Der pandemische Brandbeschleuniger
Corona und die Krise des Journalismus aus der Sicht eines Zeitungsredakteurs
Buchlesung und Diskussion mit Volker Rekittke:
Warum hat die Mehrheit der Journalistinnen und Journalisten in den Corona-Jahren ihre Kontrollfunktion gegenüber Staat und Konzernen kaum noch wahrgenommen? Corona wäre die Stunde eines investigativen, kritischen Journalismus gewesen, der die Protagonisten mit unbequemen Fragen konfrontiert: WHO, Pharmaunternehmen wie Biontech/Pfizer, Regierungen und Behörden wie das Paul-Ehrlich-Institut. Leider kam es anders.
In seinem Buch nimmt Volker Rekittke seine Leserinnen und Leser mit auf eine journalistische Spurensuche durch die Corona-Jahre und noch ein bisschen weiter. Aus der Sicht eines Lokalredakteurs, der ab 2023 zunehmend auch für überregionale Medien schreibt, versammelt er Beiträge aus der Zeit von 2020 bis 2026 sowie persönliche Erlebnisse aus dem Kontakt mit anderen Journalisten, Medizinern, Politikern und Lesern. Daraus entsteht das Porträt eines Berufsstands in der Krise. Wie könnte es nun weitergehen mit der Vierten Gewalt? Welche Rolle spielen die neuen, häufig oppositionellen Medien? Und wie steht es um die Fünfte Gewalt, das sich emanzipierende Publikum?
Zum Autor: Volker Rekittke arbeitet als freier Journalist, Autor und Politikberater in Tübingen. Er hat 20 Jahre als Lokalredakteur beim Schwäbischen Tagblatt gearbeitet, unter anderem zu Wohnungs-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik, seit 2021 verstärkt zu Corona und speziell zu Impfnebenwirkungen. Seit 2024 arbeitet er als Journalist für überregionale Medien sowie in verschiedenen Kontexten für BSW-Abgeordnete und mit BSW-Aktiven an einer Aufarbeitung der Pandemiemaßnahmen und weiteren Gesundheitsthemen sowie zu friedenspolitischen Fragestellungen. Er promovierte 2023 zu Arbeitskämpfen in der globalen Textilindustrie. Mehr unter: https://volker-rekittke.de/
Eine Veranstaltung des BSW Berlin Mitte