Ausstellung

©Antje Sträter – Fliegendes Auge – 1988

Ausstellungszeitraum vom 13.12.2018 – 08.02.2019

 

Die in Leipzig geborene Künstlerin Antje Sträter zeigt in der Galerie Sprechsaal vom 14. Dezember 2018 bis zum 8. Februar 2019 unter dem Titel „Spiel mit der Polarität – Retrospektive“ Arbeiten aus ihrem über 35jährigen künstlerischem Schaffen. Zu sehen sind Erdbücher, meditative Arbeiten auf Papier, eine Installation aus Wellpolyester mit Gedicht, transparente Arbeiten, ein skulpturales Objekt aus Erde, Arbeiten in Collagetechnik, Papier- und Leinwandarbeiten. Zahlreiche der gezeigten Werke entstanden während ihres 22 jährigen Aufenthaltes in Florenz. Das polare Spielen des Menschen zwischen Innen und Außen steht im Zentrum des Interesses und ist Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Fragen: Wer bin ich? Wer bist Du? Was ist Menschsein? Dabei versucht sie den Bogen zwischen Erde und Himmel zu spannen: vom Porträt, von Kopfbildern zu Sockelmenschen über die Erde und weit hinaus in die Transparenz und hinab zur Erde. Das Experiment bleibt dabei nicht aus und wird zum Signum einer transzendentalen Vereinigung.

Susanne Niemann

23.02. – 12.04.2019

Alina Simmelbauer // Aina Climent // Stephan Bögel // Daniela Djukic // Sonja Irouschek // Jonas Maron // Barbara Proschak // Jana Ritchie

 

Foto: © Sonja Irouschek, aus der Serie ‚Vor meiner Zeit‘:
o.T., 2005, Barythandabzug, 26,4 x 37,8 cm

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Das Selbstportrait ist eine offen interpretierte, künstlerische Auseinandersetzung in einem Zeitalter des alltäglichen selbst Abbildens – der omnipräsenten Kommunikationsform des Selfies. Diese Ausstellung ist eine Diskussion auf visueller Ebene, die sich dem Instagram-Wahn und seiner Ästhetik entgegensetzt.
Neun Künstler*innen zeigen fotografische Positionen in Prints wie Videoinstallationen und legen den Fokus auf das persönlich verhandelbare Ich.
Stephan Bögel macht das Unfassbare fassbar, das Unsichtbare sichtbar: In „Scenic Utah“ verortet er sich selbst zu seinem Vater, der Suizid beging. Nach dem Tod des Besitzers scheinbar wertlos, deshalb weggeworfen oder verramscht, geben Fotos, mit denen Sonja Irouschek arbeitet, den Anstoß, indem sie die Rollen der abgebildeten Personen übernimmt. Alina Simmelbauer sucht und portraitiert Mädchen, in welchen sie sich selbst wiederfindet, eine Typologie des jüngeren Ichs in fremden Gesichtern.
In weiteren Foto- wie Videoarbeiten werden Fragen aufgeworfen: Wie sehe ich mich selbst? Wie lokalisieren sich Persönlichkeit, Individualität, Inszenierung? Welche Traditionen hat gerade die Fotografie für das Portrait? Was ist ICH?

Kuratiert von Miriam Zlobinski, Jana Ritchie and Lars Dreiucker
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The self-portrait is an openly interpreted, artistic examination in the age of everyday self-depiction – the omnipresent communication form of the Selfie.
This exhibition takes form as a visually layered discussion that opposes the aesthetics and delusions produced by the Instagram craze.
Nine artists show their photographic positions in the form of prints and video installations, and place their focus on the personally fluctuating “Me”.
Stephan Bögel makes the incomprehensible comprehensible, and the invisible visible: In “Scenic Utah”, he directs his focus to his father, who committed suicide.
Once photographs have been thrown out or cheaply sold, apparently deemed worthless after the death of their previous owner, Sonja Irouschek takes over the roles of the depicted persons.
Alina Simmelbauer seeks and portrays other girls, in which she again finds herself. Forming a typology of the younger “me’s” in the faces of strangers.
Questions are raised in further photographic and video-based works: How do I see myself? How does one localize personality, individuality, and its presentation? Which photographic traditions are embodied by the Portrait? What is ME?

Curated by Miriam Zlobinski, Jana Ritchie and Lars Dreiucker